Lendenwirbelsäulen und Hundefigur

Fast ohne Kommentare ein paar Ideen zu den Bildern der LWS im Rahmen der Intervention…

Pura vista: etwas verwirrend… hundert Linien und wieder keine beschriftet:

Jetzt hervorgehoben und doch unübersichtlich:

Und jetzt step-by-step:

Sacrum… cave, es gibt Sakralisation (L5 verwuchs mit S1) und Lumbalisation (S1 ist auch noch frei als Wirbel sichtbar), ansonsten kann man gern einfach von unten hochzählen….
was man hier nicht sieht, Oberkante Cristae (Inter-Cristae-Linie = „Tuffier-Linie“) schneidet die Wirbelsäule beim Spinosus L4…
gern mal beim Blick aufs ap-Bild der fraglich lädierten LWS an einen Frosch denken: Corpus und symmetrische Pedikel geben ein „frog face“ oder wir sprechen von den „frog eyes“
eben: frog eyes… siehe oben
den Wirbelkanal bilden ventral der Wirbelkörper und dorsal die Laminae einmal links und einmal rechts, zweimal Laminae gibt einmal Arcus…. streng seitlich gehören der Vollständigkeit halber die Pedikel auch noch dazu!
Fortsätze wie sie eben wachsen… dornig nach hinten (spinosi) und seitlich (transversi)
Der Blick in den Gelenkspalt geling üblicherweise nicht in ap-Sicht, sondern bedarf einiger Grad Seitkippung
die irrige Vorstellung eines rohrartigen Foramens lässt sich hier gut widerlegen, es ist eben eine segmentübergreifende Aussparung, daher auch Impingementphänomene durch Bewegung.
wer den Artikel zu den Rami mediales noch nicht gelesen hat… hier noch ein Schema

Für die Freunde einfacher Merkbildchen „Scotty Dog“, der Scottish Terrier im „Rönnchenbild“

Wer sich übrigens wundert, woher er die Hundefigur kennt, bei der Spondylolisthesis hat der Hund ein Halsband, nämlich den Unterbruch in den Processus (ja, u-Deklination) articulares.

In der üblicherweise nötigen Kippung des Strahlengangs nach lateral verkürzt sich die „Schnauze“. Die hier gezeigte Sagittalstellung der Facettengelenksspalte ist untypisch!

Jetzt nehmen wir einmal an, ich wollte irgendetwas periLWS infiltrieren. Dazu such ich mir im pa-Strahlengang (Pat. liegt auf dem Bauch) ein angrenzendes oder mittig im Zielbereich liegendes Bandscheibenfach in Zentralprojektion. Das stell ich nun durch Kippung um die Transversalachse so ein, dass ich die oben und unten angrenzenden Flächen der Wirbelkörper möglichst parallel einstelle – die Summationslinien auf dem Schirm also so schmal/ fein wie möglich werden. ‚You gotta see the disc“ frei nach Meister Professor Dr. Sluijter… dann kommt es drauf an, was ich sehen will: Will ich intraartikulär an die Facetten, ziele ich so, dass sich der Gelenkspalt parallel darstellt, will ich die Rami mediales, muss ich ggf. etwas weiter drehen, um die ’notch‘ zu sehen, also die Ecke lateral der Facettengelenke am Ansatz der Transversi, wo diese Nervlein eben laufen. Dazu dreh ich den C-Bogen um die Longitudinalachse einuge Grad nach links oder rechts. Und nun gutes Infiltrieren.

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