D-Blade mit Führungsrinne…

Storz macht einfach tolle Sachen… das D-Blade beispielsweise. Und was wäre das D-Blade ohne CMAC… warum lieben wir diese Kombi so? Weil man damit sozusagen dank der an der Spitze des Spatels angebrachten Optik um die Ecke blicken kann und dank spezieller Mandrins den Tubus auch genau an diese Stelle bewegen kann. Soll heissen, das Gros der früher schwierig zu Intubierenden ist dank CMAC/D-Blade heute primär einstellbar. Nebenbemerkung: Es lohnt sich trotzdem für den Notfall auch das fiberoptische/ bronchoskopische Intubieren zu üben. Wenn man es einmal wider Erwarten braucht, dann hat es sich immer gelohnt zu wissen, wo die Knöpfe und Zuleitungen so sind… und auch das Handling einer Magillzange will geübt sein.

Auch der genauerer Blick auf`s D-Blade lohnt. „Nur ein Spatel halt“? Nun, Optik und Knick an der Spitze ist klar, aber ist jemandem die Führungsrinne aufgefallen, die bis zur Spitze und entlang der Sehachse des Spatels läuft? Nein? … dann schnell nochmal schauen.

Was kann man damit machen? Nun, zum einen passen unsere handelsüblichen Magensonden DD Absaugkatheter hervorragend durch, man kann also prima aufs Ziel absaugen damit.

Zum anderen kann man, wenn der Tubus partout nicht vorzuschieben ist, eine Magensonde vorlegen und diese wie beim Seldingern zum Auffädeln benutzen. Absaugkatheter sind dafür meist zu kurz. Den Ansatzstutzen muss man zum Auffädeln abschneiden. Man sollte peinlich genau darauf achten, die Sonde nicht loszulassen und mit dem Tubus in die Versenkung von Trachea, Bronchien und Tieferliegendem zu schicken – Festhalten beim Auffädeln also!

Exchangekatheter und spezielle Wechselstäbe für ähnliche Zwecke gibt es verschiedenste… die Abwägung zwischen MPG-konformem Handeln und Kosteneffektivität hängt mitunter ja auch etwas vom Hausbudget ab (Merci, Stephan und Stefan!)

PS: zum CMAC gibt es neben dem D-Blade das D-Blade ped für die Kids, Macintoshs in 0, 1, 2, 3 und 4 so wie Miller in 0 und 1.

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3 Kommentare

  1. Ich schlage gleich einen Eschmann Stab oder Airway Exchange Katheder zum Seldingern des Tubus vor. Die sind steifer und führen besser.

  2. Es gibt für das C-MAC tatsächlich spezielle Bougies (C-MAC Tracheal Tube Inducer oder so??) mit einer auffällig orangen Ring-Markierung leicht proximal der leicht gebogenen Spitze. Diese passen „exakt“ in die „Rille“ des C-MAC und bieten die notwendige „Rigidität“ die man für entsprechende Manöver manchmal benötigt , sind lang genug um taktil noch einmal zu testen ob man „richtig“ ist und lassen sich in dieser Schiene ohne viel Kraftaufwand nach vorne und hinten schieben.

    Kosten leider unverhältnismäßig viel Geld, sind natürlich Einmalprodukte, aber können schon mal die entscheidene Hilfe sein.

  3. Am besten geht’s mit einem blauen Cook-(Eschmann-)Intubationkatheter, der lässt sich hervorragend verformen und mit einem kleinen Ruck zur Seite dann aus der Führung lösen. Ist allerdings unverschämt teuer… Aber für schwierige Fälle in der HNO sehr zu empfehlen.

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