Liquor

Nicht wieder an Trinkbares denken, ihr anglophilen Freunde des Genusses vergorener Säfte, es geht um den Liquor cerebrospinalis, jenen Klaren, der uns idealerweise bei der Spinalen nach dem ‚Klick‘ entgegenkommt…

Alla hopp, kurz und schmerzlos:

Der Plexus choroideus und das Ependym (im Seitenventrikel) produzieren etwa 500 ml/Tag davon, 150 ml findet man im durchschnittlichen Erwachsenen (2ml/kg Erw., 3 ml/kg Kleinkind, 4 ml/kg Neonat; ca. 30 ml spinal beim Erwachsenen).

Der Spass fliesst aus den Seitenventrikeln via Foramen Monroi in den 3. Ventrikel dann über den Aquaeductus mesencephali (auch Sylvii) in den 4. Ventrikel und von da lateral via Foramina Lushkae und medial via Foramen Magendi (lateral Lushkae, medial Magendi für die Eselsbrückenlerner) in den Subarachnoidalraum, ergo den Spinalkanal bis der Liquor in den sog. Pacchioni-Granulationen, venösen Sinus via arachnoidalen Zotten resorbiert wird.

Soweit so öd.

Was ist drin? pH 7,2-7,4 leicht alkalisch, Dichte 1,010 g/ml bei 37°C, etwa wie Plasma, aber nur 50-60% Glucose, mehr Magnesium und Chlorid, deutlich weniger Calcium und Eiweiß, keine Zellen.

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