Wieviel Minuten Sauerstoff hast du noch?

Auf, auf, der Patient mit der Dyspnoe soll ins CT, dafür braucht er für den Weg Sauerstoff, im CT gibt`s ja hoffentlich einen Wandanschluss. Und wenn nicht? Oder wenn der Aufzug mal wieder hängenbleibt? Nun laufen 4 l O2 pro Minute via Maske. Heisst: für die geplante Stunde braucht es 4 mal 60, also 240 Liter Sauerstoff. Ein Blick auf die Anzeige der Sauerstoffflasche verrät uns sicher gleich, ob es reicht: aha 100 bar Restdruck, klar, das langt, wir sind ja im grünen Bereich der Anzeige, oder? Wieviel Liter hat man denn noch bei gegebenem Restdruck und wie kommt man drauf?

Anders als beim Lachgas, das bei üblichen Raumtemperaturen v.a. flüssig ist, kann man beim Sauerstoff aus Flaschendruck und Flaschenvolumen berechnen, wie viel man noch zugut hat.

Es gilt:

VGas = p * VFlasche

Jetzt muss man nur noch wissen, wie viel Liter die Flasche fasst. Nehmen wir mal eine 10-Literflasche an und die erwähnten 100 bar Restdruck.

VGas = p * VFlasche = 100bar * 10l = 1000 l

Wir haben also 1000 Liter Sauerstoff zur Verfügung. mit 4 Litern pro Minute Bedarf haben wir übrigens 250 Minuten Zeit. (Allerdings nur, wenn man die Flasche ganz entleert, wenn man noch den geforderten Restdruck erhalten will zieht man vom p noch 10 bar ab, das macht aber die Formel so unhandlich 🙂 ).

Für die Freunde des Einheitenrechnens. Liter kommen oben raus, wenn man den Umgebungsdruck mit 1 bar annimmt und nach Boyle-Mariotte das Druck-Volumen-Produkt als konstant ansieht, dann kürzen sich Flaschendruck und Umgebungsdruck einheitenseitig raus und es bleiben Liter.

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