Subdural, epidural, subarachnoidal…egal?

Manche Dinge sollte man auch als Anästhesist und Notarzt, bzw. Intensivist auf Anhieb auf dem CT zuordnen können. Die Grundformen intracerebraler Blutungen gehören dazu. Also kurz und schmerzlos von aussen nach innen:

Epidural – Bild der „Spindel“ – v.a. traumatisch – typ.weise A. meningea media unter einer Kalottenfraktur – Ort: Einblutung zwischen harter Hirnhaut und Kalotte – typ. Bild der kurz aufeinander folgenden zweizeitigen Bewusstlosigkeit (hard hit & Schwellung mit Raumforderung),

Subdural – Bild der „Sichel“ – akut oder chronisch (V.a. unter Antikoagulation) typ. Einriss von Brückenvenen oder Blutung aus venösen Sinus (nein, nicht Sini… U-Deklination) – Ort: Einblutung zwischen Dura mater und Arachnoidea – typ. Bild verspätet auftretender schleichender neurologischer Einschränkung, Schwindel, Verwirrung, Fokalsymptomatik, Epilepsie, Bewusstseinsstörung bis Bewusstlosigkeit

Subarachnoidaldiffus, wolkige Parenchymaufhellung, Gyrusakzentuierung, ggf. Ventrikeleinbruch – traumat oder aneurysmatisch – Ort: Subarachnoidalraum/ ParenchhymBewusstseinsstörung bis Bewusstlosigkeit, Kopfschmerz, Nackensteifecave: Vasospasmen mit zentraler Minderperfusion, Liquorzirkulationsstörungen/ Hydrocephalus internus

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