Basteln für den Notfall: Kanülenadapter für die HFV

Im seltenen Fall eines „Cannot ventilate – cannot intubate“ wenn supraglottische Atemwege versagt haben und andere invasive Methoden (Koniotomie, etc) nicht zur Verfügung stehen, kann die Punktion des Lig. conicum und die Hochfrequenzventilation ein Weg sein, zumindest vorübergehend eine grundlegende Oxygenation zu sichern. Additiv kann über eine Maske mit hohem Fluss und FiO2 eine nicht ventilative Versorgung der Oprtimierung dienen.

Wir punktieren also mit einer möglichs grossen Kanüle (14G Venflon – cave: Knicken!, eine angebogene 16 G Tuohynadel, eine Aufzugskanüle o.ä. – „was zur Hand ist“) den Atemweg und wollen nun an den LuerLock-Adapter unsern Dr. Dräger anschliessen… das Problem ist nur: Atemschlauch und LuerLock passen nicht aneinander, Adaptersets existieren nicht.

Basteln ist zwar nach Medizinproduktegesetz nicht zulässig, aber lieber etwas ausserhalb des Gesetzes als ein hypoxischer Exitus in tabula.

Wir benötigen:

  • unsere LuerLock-Kanüle im Patientenhals (möglichst gut fixiert und gegen Abknicken und Vorschieben (Perforation der Trachealhinterwand!) gesichert)
  • eine 2 ml Spritze ohne Stempel
  • den Adapterkonus eines ID 7,0 Tubus

Wunderbarerweise passt alles wie in der Abbildung zusammen:

20190414_212257

Dran denken, im Rahmend er HFV auftretende Drücke bei Atemwegsverlegung können schwerwiegende Barotraumata hervorrufen! Eine Atemwegsobstruktion, die ein freies Abatmen verhindert (z.B. hochgradiges Glottisödem) ist eine Kontraindikation!

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