…und immer wieder: Links- und Rechtsverschiebung…

LiRe

Heute mal ganz knapp.

Unsere Frage? Rechts- oder Linksverschiebung – Affinitätsverlauf – Einflussgrössen?

Auf unserem BGA-Zettel schauen wir ganz stur auf den Halbsättigungsdruck (p50).

  • p50 > 26 mm Hg: Rechtsverschiebung
  • p50 < 26 mmHg: Linksverschiebung

Und was heisst das jetzt?

Bei einer Rechtsverschiebung ist die Affinität des Hämoglobins zu Sauerstoff reduziert. Der gleiche Sättigungsgrad wird erst bei einem höheren Partialdruck erreicht. Die Aufnahme in der Lunge ist erschwert, die Abgabe im Gewebe erleichtert.

Bei einer Linksverschiebung ist die Affinität des Hämoglobins zu Sauerstoff erhöht. Geringere Partialdrücke führen bereits zu einer Aufsättigung. Die Aufnahme in der Lunge ist damit leichter, die Abgabe im Gewebe erschwert.

Die wichtigsten Einflussfaktoren sind pH, Temperatur und Kohlendioxidgehalt, 2,3-DPG ist nett zu wissen (steigt das Zeugs doch in schwangeren Erythrozyten an und machts dem BabyHb leichter Sauerstoff an sich zu reissen…).

Rechtsverschiebung durch Azidose, Hyperkapnie, Hyperthermie und 2,3-DBG („Alles geht  hoch: Protonen, CO2, Temperatur und 2,3-DPG“).

Linksverschiebung durch Alkalose, Hypokapnie, Hypothermie und Abfall des 2,3-DPG (Also geht alles runter: Protonen, CO2, Temperatur und 2,3-DPG).

Sinnvoll zu merken ist, dass in der Gewebehypoxie eine reduzierte Hb-Affinität sinnvoll ist, d.h. dabei steigen CO2 und Protonen, es kommt also zur (Laktat-)Azidose, damit brauchts peripher Sauerstoff, die Affinität des Hb ist also sinnvollerweise zu reduzieren, es kommt zur Rechtsverschiebung.

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