Lass zucken… TOF-Messorte…

 

Standardmessort für die Relaxometrie ist sicher der Unterarm, resp. der N. ulnaris via den M. adductor pollucis… was aber wenn beide Arme mal wieder angelagert werden müssen oder gar zum OP-Feld gehören. Verschiedene Möglichkeiten bieten sich an:

  • N. ulnaris – M. adductor pollicis [distale Elektrode im Bereich der Handgelenksbeugefalte  ulnarseits über dem Ulnarisverlauf, proximale kurz dahinter, Antwort ist die TOF-synchrone Adduktion des Daumens.]
  • N. facialis – M. orbicularis oculi & M. corrugator supercilii [die Elektoden kleben übereinander leicht vor und unter dem Ohr oder vor dem Tragus „Facialisverlauf“, die Antwort erfolgt über ein Augenkneifen und Stirnrunzeln, Achtung sehr häufig direkte Muskelstimulation als Fehlerquelle! statt 40-50 mA nur ca. 30mA verwenden.]
  • N.peronaeus – versch. Mm. [Die Elektroden kleben leicht hinter dem Fibulaköpfchen (oberhalb/ unterhalb), Antwort ist die Dorsalflexion des Fußes].
  • N.tibialis posterior – M. flexor hallucis brevis [Die Elektroden kleben hinter dem Malleolus medialis leicht ober- und unterhalb, Antwort ist ein Wippen der Großzehe.]

Unser Pulsgenerator, das sog. „Relaxometer“, liefert 4 Rechteckpulse mit 0,2 ms und nach Belieben sinnvollerweise 20-60 mA. Diabetiker brauchen ggf. mehr Stromstärke.

Wir erinnern uns: Ab einer Rezeptorbesetzung von 70% bemerken wir die Relaxometrie (TOF-fading und Verlust, T1/T4-ratio sinkt), ab 90% ist der TOF-Verlust vollständig („0/4“), chirurgisch ausreichend sind meist 1/4-2/4. Dran denken, dass die Empfindlichkeit der Muskeln auf Relaxantien differiert in Abgängigkeit von der Rezeptorzahl – feinreguliert ist entspr. empfindlicher (Finger, Augen, Pharynx!).

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