Sugar, sugar… Hypo- und Hyperglykämie intraoperativ…

In der Regel treffen wir intraoperativ ja keine Entscheidungen für die Langzeittherapie, es geht uns darum – wie so oft – die Homöostase zu halten… auch ätiologisch haben wir selten Einfluss, ergo beschränken wir uns auf den Erhalt oder das Erreichen relativer Normoglykämie… relativ deshalb, weil auch hier gilt, eine zu scharfe Senkung führt eher zu Komplikationen im Sinne konsekutiver Hypoglykämie, etc…. in die Verlegenheit den BZ ungewollt in gefährliche Bereiche anzuheben kommt man seltener…

Die Eckpunkte meiner Heuristik:

‚Normoglykämie‘: Glucose i.S. 60-120 mg/dl (3,3-6,7 mmol/l)

1 BE = 12 g Glucose

10 ml G40-Lsg = 4 g Glucose

1 BE hebt den BZ um etwa 40 mg/dl (2 mmol/l)
1 IE Altinsulin senkt den BZ um etwa 40 mg/dl

heißt:
↗ will ich den BZ um 40 mg/dl heben, gibts 3 Ampullen G40 à 10 ml also ‚1 BE‘

↘ will ich den BZ um 40 mg/dl senken, spritze ich 1 IE Altinsulin

cave: der Insulinbedarf schwankt individuell, höhere Dosen können nötig sein, intraoperativ senke ich gezielt nicht unterhalb 200 mg/dl.

Auf der Intensiv helfen uns Perfusoren,
z.B. G20 500 ml über 24 h n.BZ
z.B. Altinsulin 50 IE/50 ml n.BZ

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