Pfeif auf Schmerzen…

Prähospitale Schmerztherapie und Sedierung… zum Beispiel für die Schulterlux oder die Reposition dislozierter Frakturen… da gibt’s hier an potentem v.a. Fenta/ Keta/ Propofol/ Dormicum…

Heute hat mir jemand was von der australischen ‚green whistle‘ erzählt…also:

Im Prinzip handelt es sich um einen Methoxyfluraninhalator. Der Patient atmet durch die green whistle – die tatsächlich wie eine Pfeife aussieht – Methoxyfluran ein.
Methoxyfluran ist ein in den 60ern und 70ern eingesetztes volatiles Anästhetikum mit hoher analgetischer Potenz auch in subhypnotischer Dosis. Verlassen wurde es in Europa als Narkotikum wegen hoher Lipophilie (langsames An-/ Abfluten, kaum steuerbar) und weil es nieren- und leberschädigendes Fluorid freisetzt.

Dennoch hat es Vorteile: nicht brennbar, hoch analgetisch, kaum kreislaufdepressiv und mit nur geringem Dysrhythmiepotential.

Eine interessante – weil gut steuerbare (? so they say ?) Variante, die auch von nichtärztlichem Personal eingesetzt wird.
Ähnliches verwenden wir in der Intensivsedierung mit Isofluran (Stichwort Anaconda), welches aber metabolische Vorteile bietet. Nun, schau mer mal, was der Markt in Europa damit macht.

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